Nach der Anreise mit dem Nachtzug (--> echt gemütlich und gab sogar Decke, Kissen und Schlafmaske dazu :-) ) blieben uns noch gute 3 Stunden um uns das hübsche Städtchen Trondheim anzuschauen! Besonders eindrucksvoll: der Aufzug für die Radfahrer, damit sie nicht den steilen Berg hoch strampeln müssen!
Und dann ging's auch schon weiter mit dem Hurtigboot nach Hitra und von da aus mit dem Motorboot nach Henriksöya, unserem Heim für die nächsten 10 Tage!

Wie war das nochmal: 1/3 oder doch eher 2/3 des Körpergewichts als Gepäck!? Na, kein Wunder, dass ich mit den 35 kg auf dem Rücken net so schnell vorwärts gekommen bin...
Unten das Haus für die Kajakgruppe, etwas rustikaler, aber dafür so richtig schön urig und ich muss sagen mit meinem Monster-Daunenschlafsack hab ich dort genau die richtig Schlaftemperatur gehabt --> hab geschlafen wie ein Baby!!!
Dort unten wurden dann auch die Metzel-Orgien, oder auch Krabben-Essen genannt, abgehalten. Das war mir dann doch zu viel des Guten...
ALJA und ihr erster FISCH
Ich hab's selbst kaum glauben können und gehofft dass mir keiner an die Angel geht, aber es ist doch geschehen! Ich hab n Fisch gefangen, gleich beim zweiten Mal Angel auswerfen! Was da so gezogen hat war leider kein Seetang, sondern der gute Kerl hier, der dann am Abend gleich im Topf geendet ist... ... und im Bauch von meiner Gruppe und MIR!!!!
Der Ausblick von unsrer Terrasse im oberen "Luxushaus"
Na, und einmal mit dem Fischen angefangen, ging's auch gleich weiter: Da wollte ich doch bloß raus zum segeln und sollte vorher noch schnell die Netze einholen und waren da nicht doch 24 Fische im Netz...
... und diesmal ging's dann für mich an "Eingemachte"! Da heißt: wie nimmt man Fische aus?! Nach dem vierten ging's dann schon ganz gut und auch mein Magen hatte sich so langsam dran gewöhnt. Nur im Traum sind dann alle Fische nochmal schön an mir vorbeigeschwommen :-)
... und filetiert hab ich die beiden dann auch noch. Was man nicht alles lernt!
Und auch die Männer sind hier fleißig am häkeln!

KAJAK
Das war einer der schönsten Erlebnisse für mich beim Kurs! Hat mir sehr großen Spaß gemacht. Ist mal ganz was anders zu sehen wohin man so fährt und sich in Ruhe die Natur anschauen und Wind und Wellen ganz nah zu fühlen. Und da das Meer doch nicht so kalt war, wie ich beim baden festgestellt hatte, waren auch die "Livrettnings" Übungen gar nicht so schlimm. Aber auch zum Thema navigieren auf See und Seekarte lesen konnte ich hier viel lernen. Und auch im Bereich Gruppe leiten, Gruppenzusammenhalt... nicht immer positiv, aber sehr lehrreich!
Und in Gedanken musste ich oft an mein liebes Brüderchen denken und dass ihm das doch vielleicht auch so gefallen könnte: Also Roman, man kann sich bei der Uni Kajak ausleihen und Norwegen hat noch viele Küsten, Flüsse und Seen... :-)
Eine schöne Zwei-Tages-Tour mit traumhaften Wetter zum Einstieg...
... und dann mal ne kurze Runde über ein paar Stunden...
... und am letzten Tag dann nochmal einen ganzen Tag, an dem wir das Glück hatten einen Seeadler, von Nahe zu sehen!
Hat zwar viel gestürmt aber vom Winde bin ich dann doch nicht verweht worden, nur n bissl verstrubbelt!
Und da soll mal noch einer sagen ich würd hier nicht fleißig studieren ;-)
Muss sagen die Zeit viel gelehrt: mein Norwegisch hat sich schön verbessert, segeln, fischen, Kajak fahren, Wind und Wetter lesen, aber auch über norwegische Landeskultur und Pädagogik haben wir viel gelernt. Aber auch das Zusammensein und der Zusammenhalt mit der Gruppe waren eine tolle Erfahrung. Und was ich hier nochmal anders und sogar noch heftiger als im Gebirge zu spüren bekommen war, war die Stärke und Gewalt der Natur und wie sehr wie doch von ihr abhängig sind. Ein zutiefst beeindruckendes Gefühl.
Wenn das mal kein wunderschöner Sonnenaufgang zum Abschied von einer wunderbaren Zeit !an der Küste ist!
Und dann auch nochmal ein paar Schafe auf dem Heimweg!
Also, als Resümee bleibt mir zu sagen, dass mir das Studium hier immer besser und besser gefällt und ich so froh bin das hier erleben zu können!
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